FabLab@school

Making ist das neue, digitale Do-it-yourself. Mit dem FabLab-Kamp-Lintfort ist ein Schülerlabor entstanden, das die modernen digitalen Fertigungstechnologien nachhaltig in die schulische Ausbildung integrieren will. Making als didaktisches Konzept setzt auf die Entwicklung von Teamfertigkeiten und lösungsorientierter Projektarbeit ebenso wie auf die Entwicklung von interdisziplinären Strategien des Lernens durch Sharing.

Im FabLab Kamp-Lintfort haben Kinder und Jugendliche verschiedene Möglichkeiten und Ideen, zu verantwortungsbewussten Gestaltern der digitalen Welt zu werden. Schon jetzt bauen in kostenlosen Workshops des zdi-Zentrums Kamp-Lintfort Schüler ihren eigenen 3D-Drucker. Von der Grundstruktur, über die Stepper-Motoren bis hin zur Integration des Arduino-Bausteins und der Software-Ansteuerung wird alles vermittelt, was es zur Inbetriebnahme eines eigenen 3D-Druckers braucht. Die Drucker werden den Schulen für einen fächerübergreifenden Einsatz gestiftet.

Seit Jahren arbeiten das zdi an der Hochschule Rhein-Waal und das Kompetenzteam für den Kreis Wesel zusammen, um Lehrkräfte dabei zu unterstützen, ihre Schülerinnen und Schüler fit für das Leben im 21. Jahrhundert machen. Zu dieser wichtigen Herausforderung bietet der Kompetenzrahmen Medienpass NRW eine wichtige Orientierungshilfe für Lehrkräfte. Gemeinsam entwickeln wir ein Lehrerweiterbildungsprogramm, das die Lehrkräfte zum gezielten Umgang sowohl mit entsprechender Software als auch der Maschinen ertüchtigt. Parallel entwickeln wir Unterrichtsmaterialien zum Thema 3D-Druck, die Schülerinnen und Schülern den Einstieg in Robotik, Elektrotechnik, CAD Design, 3D-Druck und in die Informatik erleichtern sollen.

3D-Druck zum Beispiel lässt sich in der Schule auf ganz verschiedenen Ebenen sinnvoll einsetzen: als Prototyping-, Produktions- oder Entwicklungswerkzeug, als Modellierungs-, Design- oder Visualisierunghilfe. Im Unterricht, in AGs, bei Schülerfirmen, für Projektkurse, etc. Und: 3D-Druck macht Spaß!

FabLab@school: Make – Learn – Share

Learning by doing ist ein wesentliches Merkmal von FabLabs. Benutzer lernen miteinander und voneinander. Weltweit gibt es Ansätze, wie Kinder und Jugendliche künftig in der Schule in Technologien wie 3D-Druck, Laser-Cutting, Mikroprozessor-Programmierung und Robotik geschult werden sollen. Die Technologien sollen fächerübergreifend in Mathematik, Wissenschaft, Geographie, Kunst und Physik
gelehrt werden. So verpflichtet in England ein National Curriculum des Bildungsministerium öffentliche Schulen unter anderem dazu, computergestütztes Produktdesign und 3D-Modellierung im Rahmen des Unterrichts anzubieten und
3D-Drucker zum Standard in britischen Schulen werden zu lassen.

3D-Druck in der Schule

> bietet Anwendungsmöglichkeiten in vielen Fächern

> ist in hohem Maße geeignet für entwickelndes Arbeiten in Gruppen und zum Training von praktischer Kreativität und Problemlösungsfähigke

> integriert allgemeine fachliche Kenntnisse und Kompetenzen im Umgang mit
Computern, sowie modernen Planungs- und Konstruktionstechniken

> ermöglicht Planungen / Konstruktionen, die bisher in der Schule nicht möglich waren

> bereitet auf Anforderungen im Berufsleben vor

> 3D-Modelling und CAD ist in vielen Berufen eine sehr gefragte Kompetenz und somit ein gewichtiges Argument bei Bewerbungen.